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Datum/Zeit
12.05.2017 – 13.05.2017
18:00 – 23:55

Veranstaltungsort
SAVVY Contemporary und Silent Green Kulturquartier
Gerichtstr.35
13347 Berlin


CRACKING THE SURFACE. Dekanonisierung als Methode

Als Mitwirkende an der “Langen Nacht der Ideen” organisiert SAVVY eine Nacht voller Musik, Vorträge, Performances, Lesungen, Diskussionen und Filmvorführungen, die dem Erforschen der Idee einer “Dekanonisierung als Methode” gewidmet ist.

KUPPELHALLE (UPSTAIRS)
06:00 – 06:15 Introduction by SAVVY Contemporary
06:15 – 06:35 Intermezzo | The SWAG
06:40 – 06:55 Dance Performance | Ahmed Soura
07:00 – 07:25 Reading | Tsitsi Jaji
07:30 – 07.50 Talk | Tsong-Zung Chang
07.55 – 08:10 Intermezzo | The SWAG
08:15 – 08:30 Reading | Ladan Osman
08:35 – 08:55 Performance | Marwa Arsanios
09:00 – 09:30 Dinner Break & Guided Tour through our current exhibtion
09:40 – 10:40 Dance Performance | Niv Acosta
10:45 – 11.10 Talk | Hu Fang
11.15 – 11.40 Talk| Julia Moranderira
11:45 – 00:30 Intermezzo | The SWAG

SAVVY CONTEMPORARY (DOWNSTAIRS)
07:00 – 08:30 Film | Allen Report: Retracing Transnational African Methodism (Alanna Lockward), 2016, 76mins, Dominican Republic. Introduction by Siddhartha Lokanandi+ followed by a discussion

09:00 – 09:30 Guided Tour | EVERYTHING IS GETTING BETTER. Unknown Knows of Polish (Post-) Colonialism with curator Joanna Warsza

09:45 – 10:15 Film | The Most Given of Givens (Eli Cortiñas), 2016, 3 channel video, HD/ found footage, 9 min. Followed by conversation with the artist.

06:00 – 24:00 Durational Performance | Ana Mendes

 

Nachdem wir uns bei der Langen Nacht der Ideen im letzten Jahr der Herausforderung stellten, ‘Gegebenes zu verlernen’, scheint dievor uns liegende Aufgabe die Folgende zu sein: D E K A N O N I S I E R U N G – also die Unternehmung, die inneren Zusammenhänge des Kanons, ob aus dem Westen, Osten, Norden oder Süden, zu demaskieren und zu enthüllen als die Paradoxe der Bildung und des Fortbestandes des Kanons. Dekanonisierung sollte die Möglichkeit bieten, den Kanon flexibler zu gestalten, indem Arbeiten von indigenen Bevölkerungsgruppen, PoC, LGBT und anderen Geografien einbezogen werden, ohne dass diese als neue Zusätze gelten, die nur aus der Perspektive der bereits im Kanon etablierten Werke gesehen werden. Vielmehr gilt es, die Möglichkeit des Überprüfens, Ablehnens und Deklassierens von Arbeiten wahrzunehmen, die wir bereits als im Kanon angekommen wähnen. Indem wir das tun, wird eine ultimative Flexibilität und Elastizität des Kanons erreicht, die einem Un-Kanon gleichkommt. Dekanonisierung sollte hierarchische Strukturen, die Kanons produzieren, demontieren und die Herausbildung von parallelen Kanons verhindern. Selbstverständlich ist “der Kanon”, der eigentlich “westlicher Kanon” bedeutet, redundant.

Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, gemeinsam darüber nachzudenken, wie künstlerische Praktiken auf die dringende Notwendigkeit einer Dekanonisierung von Wissen antworten und sich alternative Formen kultureller und politischer Praxis vorstellen können.

Die Lange Nacht der Dekanonisierung wird fortgesetzt bei SAVVY Contemprary am 3. Juni 2017 von 18h-6h.


In den Kalendar 2017-05-12 2017-05-13 Europe/Berlin Cracking the Surface – Dekanonisierung als Methode https://menschenbewegen.jetzt SAVVY Contemporary und Silent Green Kulturquartier info@menschenbewegen.jetz