Gemeinsame Presseeinladung von Scholars at Risk, der Freien Universität Berlin und der Alexander von Humboldt-Stiftung

PRESSEMITTEILUNG DER ALEXANDER VON HUMBOLDT STIFTUNG 12.04.2018

Universitäten und die Zukunft der Demokratie

Internationale Konferenz des Netzwerks Scholars at Risk und der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Freien Universität Berlin vom 24. bis 26. April 2018

Ein internationaler Kongress zum Thema „Die Universitäten und die Zukunft der Demokratie“ findet vom 24. bis 26. April 2018 an der Freien Universität Berlin statt. Die Konferenz des Netzwerks Scholars at Risk (SAR), der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Freien Universität ist zugleich der „Scholars at Risk Network 2018 Global Congress“, ein alle zwei Jahre stattfindendes Treffen des weltweiten SAR-Netzwerks von Universitäten, das erstmals in Deutschland stattfindet. Auf dem Kongress berichten und diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Bedrohungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die Gefährdung akademischer Freiheit weltweit und die Rolle von Hochschulen bei der Verteidigung demokratischer Werte. Den Eröffnungsvortrag der Tagung wird die Philosophin und Philologin Judith Butler von der University of California, Berkeley, halten. Veranstaltungssprache ist Englisch.

Journalistinnen und Journalisten sind herzlich willkommen. Akkreditierungen sind bis Freitag, 20. April 2018, mit einer Kopie des Presseausweises möglich unter: sar-gc18@con-gressa.de. Gern vermitteln wir Interviews vor Ort. Sie können Interviewwünsche aber auch vorab äußern. Wenden Sie sich hierfür bitte ebenfalls an: sar-gc18@con-gressa.de

Das Netzwerk Scholars at Risk Network ermöglicht es Forscherinnen und Forschern aus Krisengebieten oder repressiven Staaten, ihre Arbeit im Ausland fortzusetzen. Es hat derzeit mehr als 500 Institutionen der Hochschulbildung weltweit, davon rund 40 in Deutschland. Scholars at Risk richtet an der Freien Universität den 9. Weltkongress aus; der jüngste hatte 2016 an der kanadischen McGill University in Montreal stattgefunden.

Die Freie Universität Berlin wurde 2011 als erste deutsche Hochschule Mitglied bei Scholars at Risk; 2013 wurde sie Fördermitglied. (Sie kooperiert auch mit dem Scholar Rescue Fund des Institute of International Education, eine unabhängige Organisation, die Partnerin von SAR beim Schutz von bedrohten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist.) Sie leitet ihr Engagement bei Scholars at Risk aus ihrer Gründungsgeschichte ab: Die Universität wurde im Nachkriegsdeutschland, 1948, in einer Zeit beginnender ideologischer Verhärtung zwischen Ost und West als Ort freier Wissenschaft und offenen Denkens gegründet – von Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Den Wert der Freiheit wie den der Wahrheit und Gerechtigkeit führt die Hochschule als Verpflichtung in ihrem Siegel.

Mit der Philipp Schwartz-Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland die Möglichkeit, gefährdete Forscherinnen und Forscher im Rahmen eines Vollstipendiums für 24 Monate aufzunehmen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer Verlängerung im Rahmen einer Kofinanzierung. Finanziert wird die Initiative durch das Auswärtige Amt, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die Andrew W. Mellon Foundation, die Fritz Thyssen Stiftung, die Gerda Henkel Stiftung, die Klaus Tschira Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, den Stifterverband sowie die Stiftung Mercator.

Programm zum Kongress:
https://con-gressa.de/avh-psi/

Aus dem Programm:

Am Montag, den 23. April 2018:

  • Im Vorfeld der Tagung finden bereits vier Workshops von Scholars at Risk statt, an denen Journalistinnen und Journalisten nach Anmeldung teilnehmen können. Dazu zählen ein Workshop für ehemalige Geförderte, ein Workshop über die juristischen Aktivitäten von SAR zugunsten von wissenschaftlicher Freiheit und ein Workshop über den Schutz der freien Meinungsäußerung von angehenden Akademikerinnen und Akademikern und ein Workshop, in dem es um die Verbreitung von akademischer Freiheit und Werte der Hochschulbildung geht. Hauptredner ist ein früher im Iran inhaftierter Wissenschaftler.

Am Eröffnungstag, den 24. April, sprechen von 15.00 bis 17.00 Uhr:

  • Zur Einführung:
    Dr. Klaus Hoffmann-Holland, Vizepräsident,Freie Universität Berlin
    Prof. Dr. Domna C. Stanton, Vorstandsmitglied, Scholars at Risk Network
    Prof. Dr. Hans-Christian Pape, Präsident, Alexander von Humboldt-Stiftung
  • Nil Mutluer, Philipp Schwartz-Stipendiatin an der Humboldt-Universität zu Berlin
  • Eröffnungsrede:
    Robert Quinn, Geschäftsführer, Scholars at Risk Network, „The University & the Future of Democracy“
  • Hauptvortrag:
    Judith Butler, Maxine Elliot Professor of Comparative Literature, University of California, Berkeley, „What is Free and Open Inquiry?: Academic Freedom and Political Expression”

Weitere Hauptvorträge an den Folgetagen:

  • April (Mittwoch):
    Prof. Dr. Markus Hilgert, Direktor, Vorderasiatisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin
  • April (Donnerstag):
    Prof. Dr. Susanne Baer, LL. M., Richterin am Bundesverfassungsgericht, Humboldt-Universität zu Berlin

Kontakt:
Christa Beckmann, Leiterin der Stabsstelle Presse und Kommunikation der Freien Universität Berlin, Telefon: +49 30 838-73182, E-Mail: christa.beckmann@fu-berlin.de

Lauren Crain, Director of Research and Learning, Scholars at Risk, Telefon: +1 212 998-2204, E-Mail: lauren.crain@nyu.edu

Georg Scholl, Leiter des Referats Presse, Kommunikation und Marketing der Alexander von Humboldt-Stiftung, Telefon: +49 228 833-258, E-Mai: georg.scholl@avh.de