„Tourab: Syria Art Space“. Ein Pop-Up-Raum in Brüssel zeigt syrische Künstler

Seit Jahren bestimmen Krieg und Flucht das Bild Syriens im Westen. Trotz der schwierigen Bedingungen sind syrische Künstlerinnen und Künstler kreativ und produktiv. Das Goethe-Institut eröffnet am 17. April 2018 „Tourab: Syria Art Space“. Über 50 syrische Kulturschaffende und Intellektuelle geben in einem Ladenlokal der Galerie Ravenstein Einblick in ihr Schaffen. Das Programm findet anlässlich der von der Europäischen Union und den Vereinten Nationen organisierten zweiten internationalen Konferenz zur „Unterstützung der Zukunft Syriens und der Region“ statt.

(Foto: Screenshot Goethe.de)

Viele syrische Künstlerinnen und Künstler mussten ihre Heimat verlassen, ein Großteil von ihnen ist nach Europa geflüchtet. Die unabhängige Kuratorin Alma Salem hat über 50 syrische Künstlerinnen und Intellektuelle im Rahmen von „Tourab: Syria Art Space“ nach Brüssel eingeladen. Dabei werden auch Fragen nach der Instrumentalisierung von Kunst und Kultur im politischen Kontext thematisiert.

„Tourab: Syria Art Space“ präsentiert ein vielfältiges Programm: Gezeigt wird eine Auswahl zeitgenössischer Kunst – von der Malerei über Graffiti bis zu Videoinstallationen. Beteiligte Künstlerinnen und Künstler sind unter anderem Khalil Younes, Fadi Al Hamwi, Sulafa Hijazi, Abdalla Al Omari und Ibrahim Fakhri.

Begleitend gibt es in der Galerie Ravenstein ein Literatur- und Lyrik-Programm, das simultan übersetzt oder übertitelt wird. Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Khaled Khalifa und Dima Younes lesen aus ihren Texten. Im Wechsel werden zudem Filme, Musik- und Tanz-Performances gezeigt, unter anderem mit den Künstlerinnen und Künstlern Ziad Khaltoum, Eyas Al Mokdad, dem Madd Ensemble, Abo Gabi und DJ Colonel Abu Diab.

Der Pop-Up-Raum soll auch als Begegnungsort für die verschiedenen Communities dienen. Debatten, Workshops und geführte Touren, die von der Kuratorin Alma Salem angeboten werden, runden das Programm ab und beziehen das Publikum in die Diskussion über Syriens Zukunft mit ein.

„Tourab: Syria Art Space“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts, gefördert durch die Europäische Union, die Cultural Diplomacy Platform, den Arab Fund for Arts and Culture (AFAC), den British Council und das Institut français.

 

Kontakt:

Viola Noll
Stellv. Pressesprecherin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906 471
noll@goethe.de

 

Thomas Küchenberg
Pressereferent
Goethe-Institut Brüssel
Tel.: +32 02 234 57 86
thomas.kuechenberg@goethe.de