Die Rekonstruktion des Sistani Hauses in Bam

Die Zitadelle von Bam ist der größte Lehmbaukomplex der Welt und gehört mit seinen über 2.500 Jahren Geschichte zu den UNESCO-Welterbestätten.

2003 wurde sie bei einem Erdbeben fast vollständig zerstört. Eines der zentralen Gebäude der Zitadelle ist das Sistani Haus.

Die Konservierung und der erdbebensichere Wiederaufbau dieses typischen, iranischen Wohnhaus einer Kaufmannsfamilie aus dem 18. Jh. ist in einer Kooperation der Technischen Universität Dresden mit der iranischen Denkmalschutzbehörde ICCTHO im Rahmen des Kulturerhalt-Programms des Auswärtigen Amts unterstützt worden.

Neben technischen Inhalten tauschten die beiden Projektpartner während mehreren Jahreskampagnen von 2007 bis 2014 auch ihr Wissen über methodisches und planerisches Vorgehen bei der Umsetzung dieses Vorhabens aus. Nach umfangreichen Untersuchungen und praktischen Experimenten sind neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und angepasste Technologien bei der Realisierung dieser Maßnahme eingeflossen.

Am 3. März 2018 wird das Projekt mit einer feierlichen Zeremonie in Anwesenheit von Botschafter Klor-Berchtold und dem Projektleiter Prof. Dr. Wolfram Jäger an ICCTHO übergeben.

Seit 1981 unterstützt die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des Kulturerhalt-Programms die Bewahrung kulturellen Erbes in aller Welt. Durch sein weltweites Engagement für Schutz und Pflege von bedeutendem Kulturerbe leistet Deutschland einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung kultureller Identitäten, fördert den Wissenstransfer und interkulturellen Dialog und trägt zum wissenschaftlichen Austausch bei.

(c) Fotos Jäger Ingenieure GmbH

Kontakt:

Renate Reichardt
Stv. Leiterin Arbeitsstab Kulturerhalt (AS-KE)
Kulturerhalt-Programm, Deutsches Archäologisches Institut (DAI), Archaeological Heritage Network (ArcHerNet)
Auswärtiges Amt
Werderscher Markt 1
10117 Berlin
E-Mail: AS-KE-0@diplo.de