Donnerstag, 26. Oktober, 19 Uhr, ifa-Galerie Berlin

Show me your shelves!

Sepake Angiama und Clare Butcher, Kunstvermittlerinnen des aneducation Programms der documenta 14 im Gespräch mit Julia Grosse und Yvette Mutumba, Chefredakteurinnen von C& und Kuratorinnen des C& Center of Unfinished Business

Im Rahmen eines einmaligen „Bücherresidenz-Projekts“ treffen sich zwei Bibliotheken:
C&‘s Büchersammlung, mit Schwerpunkt auf Aspekte kolonialer Vermächtnisse und zeitgenössischer Gesellschaften, sowie die Bibliothek von Lucius und Annemarie Burckhardt, ausgestellt während der documenta 14.

Die Bibliothek von Lucius und Annemarie Burckhardt besteht aus Büchern, die sich auf die Methodik der Strollologie bezieht, wie sie der Landschaftsarchitekt Lucius Burckhardt (1925-2003), der an der Universität Kassel lehrte, und seine Frau Annemarie (1930-2012) entwickelten und praktizierten. Diese beiden unkonventionellen Denker beeinflussten maßgeblich die Spaziergänge, die im Rahmen der Kunstvermittlungsangebote der documenta 14 angeboten wurden. Im Kontext des unkonventionellen Büchertausches zwischen C& und aneducation wurden mit viel Sorgfalt Bücher aus beiden Bibliotheken ausgewählt und untereinander ausgetauscht.

Wie Walter Benjamin in seinem Essay „Ich packe meine Bibliothek aus“ beschreibt, legt der Prozess des Austausches die Arbeit und den Einfluss der Sammler sowie ihre eigene Beziehung zur Buchsammlung offen.

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
Eintritt frei.

Clare Butcher, Lehrerin und Kuratorin aus Simbabwe, bezieht als Teil ihrer Praxis das Kochen mit ein. Sie organisiert Lese-, Schreib- und Forschungsveranstaltungen mit Studierenden der Gerrit Rietveld Academy und am Piet Zwart Institute im Masterstudiengang für Kunst & Design. Ihre eigene Ausbildung umfasst u. a.: Master of Fine Arts, School of Missing Studies (2015); Master in Curating the Archive, University of Cape Town (2012); Absolventin Curatorial Program, de Appel (2008/2009).

Sepake Angiama, Lehrerin und Kuratorin. Ihre Interessen liegen zwischen kritischen, diskursiven Bildungsmethoden und sozialen Bezugssystemen. Sepake war Leiterin der Kunstvermittlung der Manifesta 10 in St. Petersburg. Sie entwickelte Bildungsprogramme für eine Reihe internationalen Institutionen, darunter Turner Contemporary Galerie, Margate, sowie Tate Modern & Hayward Gallery, London. Sepake erwarb ihren Master in Contemporary Art Curating am Royal College of Art in London, wo sie auch den Monique Beudert Preis erhielt.