Starke Kultur- und Bildungsbeziehungen in politisch unruhigen Zeiten
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Stuttgart/Berlin, 30.06.2017 – Der international renommierte Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Martin Roth übernimmt ab dem 1. Juli 2017 die Präsidentschaft des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen). Das Präsidium hat Martin Roth im Juni vergangenen Jahres einstimmig zum Nachfolger von Ursula Seiler-Albring gewählt. Frau Seiler-Albring hatte das Amt mehr als zehn Jahre inne.

Als Präsident des ifa übernimmt Martin Roth vor allem repräsentative Funktionen und vertritt das ifa in kulturpolitischen Gremien. Darüber hinaus will Roth durch weltweite Kontaktarbeit mit Politik, Wirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft das Institut weiter zu entwickeln. Damit das ifa in diesen herausfordernden Zeiten erfolgreich wirken kann, sei es unerlässlich, so Roth, „das Institut als Kunst- und Kulturmittler, als forschungsbasierte Wissens- und Informationseinrichtung sowie als wichtigen Akteur im Bereich des zivilgesellschaftlichen Dialogs stärker zu profilieren.“

„Meine Aufgabe sehe ich vor allem darin, gemeinsam mit dem Generalsekretär und den hervorragenden Kolleginnen und Kollegen das ifa in diesem Sinne weiterzuentwickeln“, so Martin Roth. „Viele weltpolitisch bedrohliche Entwicklungen der letzten Jahre erfordern starke Auswärtige Kultur- und Bildungsbeziehungen. Das macht die Arbeit des ifa künftig noch wichtiger“.

ifa-Generalsekretär Ronald Grätz, der die operativen Geschicke des Instituts verantwortet, sieht der Zusammenarbeit mit Martin Roth mit großer Freude entgegen: „Es ist eine Ehre, dass ein ausgewiesener Kulturexperte und kulturpolitisch weltweit aktiver Präsident die Zukunft des ifa mitgestaltet. Die öffentliche Wahrnehmung des ifa wird hierdurch nochmals gestärkt und die interne kritische Auseinandersetzung mit Themen und Formaten unserer Arbeit nachhaltig unterstützt.“

Über Martin Roth
Prof. Dr. Martin Roth, geboren 1955 in Stuttgart, ist durch seine langjährige Arbeit in Kunst und Kultur international bekannt. Der promovierte Kulturwissenschaftler wurde nach Stationen in Berlin und Paris 1991 Direktor des Hygienemuseums in Dresden. Von 2001 bis 2011 war er Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Die Technische Universität Dresden berief ihn 2003 als Honorarprofessor für Kulturpolitik und Kulturmanagement. 2011 übernahm Roth als Direktor das Victoria und Albert Museum in London. Auch aufgrund des Brexitvotums hat er 2016 seine Tätigkeit dort beendet.

Über das ifa:
Das ifa feiert 2017 sein 100-jähriges Bestehen. Deutschlands älteste Mittlerorganisation für auswärtige Kulturbeziehungen wurde 1917 als „Werk des Friedens inmitten des Kriegs“ gegründet. Heute versteht es sich als ein Kompetenzzentrum für internationale Kulturbeziehungen und künstlerische Diskurse. Das ifa bietet umfangreiche Aktivitäten zu Kulturaustausch und ziviler Konfliktbearbeitung an. Im Zuge dieser internationalen Ausrichtung ist es gelungen, ein weitreichendes Netzwerk von Partnerinnen und Partnern im In- und Ausland zu etablieren.

Anlässlich des Auftakts seiner Präsidentschaft findet am 16. Oktober 2017 eine Abendveranstaltung in Berlin statt. Die genauen Details werden zeitnah bekannt gegeben.

Pressekontakt:
ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), Leiterin Kommunikation, Miriam Kahrmann, Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart, Tel. 0711-2225.105, kahrmann@ifa.de, www.ifa.de