KOLUMBIEN in BERLIN: 1 Tag, 2 Konferenzen und viele Erkenntnisse zum Friedensprozess

Bundesaussenminister Heiko Maas, SPD, trifft den Aussenminister von Kolumbien, Carlos Holmes Trujillo Garcia, im Auswaertigen Amt. Berlin, 22.11.2018, Copyright: Thomas Koehler/ photothek.net [Tel. +493028097440 – www.photothek.net – Jegliche Verwendung nur gegen Honorar und Beleg. Urheber-/Agenturvermerk wird nach Paragraph13 UrhG ausdruecklich verlangt! Es gelten ausschliesslich unsere AGB.]

Am Morgen im Weltsaal des Auswärtigen Amts die Konferenz „Partner Kolumbien: Beitrag der Wirtschaft auf dem Weg zum Frieden“ mit deutschem und kolumbianischem Außenminister (Link zu: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/kolumbien-node/kolumbien-maas-trujillo/2163242)

Am Nachmittag an der Freien Universität Berlin die Konferenz „Kolumbien: Beiträge der Lateinamerika-Forschung zum Friedensprozess“ mit hochkarätigen Wissenschaftlern (Link zu: https://www.lai.fu-berlin.de/colombia/eventos/18_11_22_Paneldiscussion_Kolumbien.html )

Und überall dabei: CAPAZ, das deutsch-kolumbianische Friedensinstitut, gefördert vom DAAD mit Mitteln des Auswärtigen Amts.

Wir erfahren: Der Friedensprozess in Kolumbien – so vielversprechend er ist – braucht weiterhin die beharrliche Unterstützung vieler: Der Politik, des Militärs, der Zivilgesellschaft, ehemaliger Guerillakämpfer und auch die des Auslands. Deutschland ist hier ein gefragter Partner.

Ein besonders eindrucksvolles und wertvolles Beispiel dieses deutschen Engagements für Frieden und Aussöhnung ist das Deutsch-Kolumbianische Friedensinstitut CAPAZ. Dreielei lässt sich dazu sagen:

1) CAPAZ ist Wissenschaft: Es setzt mit seiner wissenschaftlichen Tätigkeit die erfolgreiche 50-jährige Geschichte der akademischen Zusammenarbeit und Spitzenforschung unserer beiden Länder fort.

2) CAPAZ ist Plattform für Austausch und Verständigung: Es bringt – besonders in den Regionen –  Menschen zusammen, die sich im Alltag nicht begegnen würden wie ehemalige Farc-Kämpfer mit Angehörigen des Militärs.

3) CAPAZ ist konkret: Es ist praxisorientiert und bietet politische Beratung an, z.B. was den Umgang mit Gewaltdynamiken im Südwesten des Landes betrifft.

Prof. Dr. Peters, Direktor des CAPAZ, der eigens für die Berliner Konferenzen aus Bogotá angereist war, kennt die Schwierigkeiten im kolumbianischen Friedensprozess aus seiner täglichen Arbeit: „Trotz großer Herausforderungen bei der Umsetzung gibt es keine Alternativen zum Friedensprozess: Dieser hat in Kolumbien gerade erst begonnen und braucht einen langen Atem.“

Deutschland steht Kolumbien auf seinem steinigen Weg zum Frieden weiterhin fest zur Seite.

Weitere Informationen:

www.instituto-capaz.org

 

Foto mit: Prof. Dr. Peters (Direktor von CAPAZ); kolumbianischer Außenminister Trujillo, deutscher Außenminister Maas, Prof. Dr. Mukherjee (Präsident der JLU Gießen; deutscher Konsortialführer von CAPAZ).