(c) Christine Sun Kim, listen hear listen, 2017, wallpaper, originally made as a postcard for Primary Information.

EINLADUNG zur Eröffnung der Ausstellung For the Record
Untie to Tie II – Movement.Bewegung
Freitag, 1. Juni 2018, 19 Uhr

ifa-Galerie Berlin
Linienstr. 139/140
10115 Berlin

Ausstellung: 2.6. – 2.9.2018
Kuratiert von Bhavisha Panchia
Mit Vivian Caccuri, Jace Clayton, Geraldine Juárez, Christine Sun Kim und Julio César Morales mit Discos Unicornio

Musik wird in spezifischen kulturellen Kontexten produziert und bildet eine wichtige Grundlage für die Entstehung persönlicher und kollektiver Identitäten. Sie stellt symbolische Verbindungen zu Orten und Kulturen her und hilft, Migrations- und Vertreibungsgeschichten zu bewahren, seien es jene der alten Imperien, der kolonialen Regime oder der neuen globalen kapitalistischen Unterfangen. Sie beschwört Erzählungen aus ferner Vergangenheit herauf, lässt verloren gegangene Stimmen wieder aufleben und hat die Kraft, eine virtuelle Zukunft zu imaginieren. Musikalische Werke sind Zeugnisse der Bewegung von Menschen, des Wissensaustauschs und wirtschaftlicher Veränderungen. Sie sind Ausdruck widerständiger Aktivitäten und fungieren als Mittel, Räume und Systeme neu auszuloten.

Die Ausstellung For the Record präsentiert Künstler*innen, die Musik als diskursiven Raum verstehen, innerhalb dessen eigene Erfahrungen artikuliert und gesellschaftliche Verhältnisse unter den fortdauernden kolonialen, imperialen und kapitalistischen Bedingungen behandelt werden.

„Movement.Bewegung“, das neue Ausstellungs- und Forschungsprogramm der ifa-Galerie Berlin, wird im Rahmen der Langen Nacht der Ideen eröffnet.

Kuratorin Bhavisha Panchia ist Stipendiatin des Programms „Curators in Residence“ der KfW Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa). Das Programm bietet herausragenden Nachwuchskuratoren aus Lateinamerika, Afrika, dem Nahen Osten und Asien die Möglichkeit, drei Monate in Berlin zu verbringen, um den interkulturellen und diskursiven Austausch in der Ausstellungspraxis voranzutreiben. Ziele sind die Stärkung des kritischen Bewusstseins für postkoloniale Diskurse und Fragestellungen sowie die Sensibilisierung für kulturhistorisches Erbe in Bezug zur zeitgenössischen Kunst. Die Ausstellungen der Stipendiaten werden in der ifa-Galerie Berlin gezeigt. Nach einer offenen Ausschreibung wurde Bhavisha Panchia von der Jury ausgewählt (Julia Grosse, Marie-Hélène Gutberlet, Dr. Nicola Müllerschön und Alya Sebti).

Unterstützt von clearaudio

Cumbia Crossfades
Freitag, 1. Juni 2018, 23 Uhr, ausland (Lychener Str. 60, 10437 Berlin)

Eine amerikanisch-mexikanisch-deutsche Cumbia-Mischung aus undokumentierten Sounds zur Erkundung grenzüberschreitender Bewegung und Migration.
Mit den DJs Julio César Morales, Josh Kun und Ali Hasan aka Nar.

Anlässlich der von Bhavisha Panchia kuratierten Ausstellung For the Record (ifa-Galerie Berlin,  2.6.–2.9.2018). For the Record präsentiert Künstlerinnen und Künstler, die Musik als diskursiven Raum verstehen, innerhalb dessen eigene Erfahrungen artikuliert und gesellschaftliche Verhältnisse unter den fortdauernden kolonialen, imperialen und kapitalistischen Bedingungen behandelt werden. Mit Vivian Caccuri, Jace Clayton, Geraldine Juárez, Christine Sun Kim und Julio César Morales mit Discos Unicornio. Bhavisha Panchia ist Stipendiatin des Programms Curators in Residence der KfW Stiftung in Zusammenarbeit mit dem ifa (Institut für Auslandsbeziehungen).