Das Museum für Islamische Kunst (SMB-SPK) wurden nominiert für die Auszeichnung von Museums + Heritage

Das Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin wurde mit einem „Syrien-Projekt – das Museum als Vermittler des gemeinsamen Erbes“ nominiert für die Auszeichnung von Museums + Heritage in der Kategorie #internationalaward.

Foto (c) Pergamonmuseum, Berlin (SMB)

Zur Syrien-Initiative des Museums gehören auch vom Auswärtigen Amt geförderte Projekte: Das #SyrianHeritageArchive Project (SHAP) legt durch digitale Kulturgüterregister den Grundstein für zukünftigen Kulturerhalt in Syrien und der Region. Im Rahmen von #Multaka: Treffpunkt Museum werden syrische und irakische Geflüchtete zu Museums-Führern ausgebildet und können Museumsführungen in ihrer Muttersprache anbieten.

Die Preisverleihung findet am 16. Mai in London statt.

Das Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum Berlin ist aufgrund seiner Syrien-Initiative für den internationalen Preis der „Museums + Heritage Awards for Excellence“ nominiert. Die jährlichen Auszeichnungen werden am 16. Mai 2018 zum 16. Mal in London feierlich verliehen. Sie würdigen herausragende, innovative und wegweisende Initiativen von Galerien und Besucherattraktionen im Vereinigten Königreich und im Ausland. Die Auszeichnungen werden von einer Jury aus Fachexperten vergeben, der unter anderen Diane Lees, Generaldirektorin des Imperial War Museum und Bernard Donoghue, Direktor der Association of Leading Visitor Attractions (ALVA) angehören.

Für die Kategorie The International Award ist das Museum für Islamische Kunst auf Grund seiner Syrien-Initiative nominiert. Dazu zählen die vom Auswärtigen Amt unterstützten Projekte „Erstellung digitaler Kulturgüterregister für Syrien / Syrian Heritage Archive Project“ (SHAP) sowie „Multaka: Treffpunkt Museum“ für das syrische und irakische Geflüchtete zu Museums-Führern fortgebildet werden und Museumsführungen in ihrer Muttersprache anbieten. „Multaka“ heißt auf Arabisch Treffpunkt und steht in dem bereits mehrfach ausgezeichneten Projekt für den Austausch verschiedener kultureller und historischer Erfahrungen.

Das Syrian Heritage Archive Project (SHAP) bewahrt seit 2013 syrische Kulturgüter durch digitale Registrierung vor dem Vergessen und schafft Grundlagen für zukünftige Aufgaben im Bereich Kulturerhalt. Aktuell werden besonders die Arbeiten zu Aleppo ausgebaut. Im Vordergrund stehen Zerstörungsdokumentation und kunsthistorische Beschreibungen der wichtigsten Gebäude.

Seit 2017 fördert die Gerda-Henkel-Stiftung einen Teil der Maßnahmen als Folgeprojekt. Neben einem Online-Katalog entstehen Kurzfilme, in denen Syrerinnen und Syrer ihre persönlichen Erinnerungen und Geschichten erzählen. Zusätzlich verbindet die interaktive Kulturerbe-Karte der Andrew W. Mellon Foundation immaterielles Erbe, lokales Wissen und persönliche Geschichte mit dem materiellen Erbe der Datenbank. Wie das SHAP sind die Projekte Teil von „Stunde Null – Eine Zukunft für die Zeit nach der Krise“, einem Vorhaben des Archeological Heritage Network des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI).

Weitere Infos unter:

SHAP: www.syrian-heritage.org
Multaka: www.multaka.de
Museum für Islamische Kunst: https://www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/museum-fuer-islamische-kunst/home.html