Pressemitteilung des Goethe-Instituts 30. Mai 2018

 „Collecting Europe“ in Stuttgart

2017 hatten das Goethe-Institut London und das Victoria and Albert Museum (V&A) zwölf internationale Künstlerinnen und Designer aufgefordert, einen Blick auf Europa im Jahr 4017 zu werfen und zu fragen, wie unsere Gegenwart aus der Zukunft betrachtet aussehen wird. Vier dieser Arbeiten werden nun vom 6. bis zum 10. Juni 2018 auf dem internationalen Theaterfestival „The Future of Europe“ in Stuttgart erstmals in Deutschland präsentiert. Zusätzlich werden zwei neue Arbeiten von Nina Støttrup Larsen und dem Künstlerduo Sylvia Winkler & Stephan Kögler gezeigt.

Einen kritischen und experimentellen Blick in die noch unbestimmte Zukunft Europas hat das Goethe-Institut 2017 mit dem Projekt „Collecting Europe“ gewagt: Zwölf Kunstschaffende aus verschiedenen Ländern haben aus dem Jahr 4017 auf das heutige Europa geschaut – ganz bewusst auch aus der außereuropäischen Perspektive. Die Arbeiten wurden im Februar 2017 im Victoria and Albert Museum in London gezeigt.

2018 wird „Collecting Europe“ nun in Deutschland fortgesetzt und in einem neuen Kontext präsentiert: Vom 6. bis zum 10. Juni werden vier Arbeiten der „Collecting Europe“-Serie in Stuttgart gezeigt. Darunter befindet sich die Pseudo-Dokumentation „YOOROP“ der schottisch-indischen Künstlerin Jasleen Kaur, in der Europa durch Bilder europäischer Schauplätze aus indischen Filmen visuell dargestellt wird. Der französische Architekt und Kurator Thibaut de Ruyter hat in seiner Publikation „A Song for Europe“ den gleichnamigen Track von Roxy Music als Ausgangspunkt genommen, um in Texten und Gedichten die Idee Europas auf historischer, ironischer und persönlicher Ebene zu diskutieren. Der Künstler Onkar Kular hat gemeinsam mit dem Kollektiv Common Initiative mit dem Spielklub des Schauspiel Stuttgart zusammengearbeitet und sich mit europäischer Identität befasst. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Performance „4018 Enacted“. Und schließlich präsentiert der niederländische Künstler Remco Torenbosch mit der Komposition „EU, 2017“ seine zeitgenössische Version von „Ode an die Freude“.

Für das Theaterfestival „The Future of Europe“ hat das Goethe-Institut London in Kooperation mit dem Schauspiel Stuttgart zusätzlich zwei weitere Arbeiten in Auftrag gegeben: Das Künstlerduo Stephan Kögler und Sylvia Winkler wird in seiner interaktiven Arbeit „Korrekturfahnen“ gemeinsam mit dem Publikum die Charta der Grundrechte der Europäischen Union hinterfragen und in einem diskursiven und performativen Prozess um emanzipatorische und utopische Formulierungen erweitern. Die Künstlerin Nina Støttrup Larsen inszeniert in ihrem Werk „Calculated Move“ ein spekulatives Gespräch zwischen einem „Dataset“ und einem europäischen Bürger.

„Collecting Europe“ wird nach seiner Station in Stuttgart voraussichtlich auch auf anderen Festivals in Europa gezeigt.

Weitere Informationen zu „Collecting Europe“ unter:
www.schauspiel-stuttgart.de/spielplan/projekte/future-of-europe
www.goethe.de/london

„Collecting Europe“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts London in Zusammenarbeit mit Schauspiel Stuttgart, dem V&A und dem British Council. Mit Unterstützung von Finnish Institute in London, Italian Cultural Institute, und Ministry of Culture, Taiwan.

 

Kontakt:

Viola Noll
Stv. Pressesprecherin
Goethe-Institut
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noll@goethe.de

Doreen Röder
Referentin für Presse-
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Schauspiel Stuttgart
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