28.06.2017

Eine Million Dollar für gefährdete Forscher – Mellon Foundation unterstützt Initiative der Humboldt-Stiftung

Spende ermöglicht zehn zusätzliche Stipendien der Philipp Schwartz-Initiative

Die amerikanische Andrew W. Mellon Foundation unterstützt die Philipp Schwartz-Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung mit einer Spende in Höhe von 1,05 Millionen US-Dollar. Die Spende soll zur Finanzierung zehn zusätzlicher Stipendien für Wissenschaftler aus den Geisteswissenschaften und angrenzenden Sozialwissenschaften eingesetzt werden, die Schutz in Deutschland suchen, weil ihnen in ihren Heimatländern Krieg oder Verfolgung drohen.

„Wir danken der Mellon Foundation und freuen uns sehr über diese großzügige Unterstützung. Nicht nur, weil sie uns ermöglicht, zehn zusätzlichen Wissenschaftlern Schutz vor Verfolgung und Bedrohung zu bieten. Die Spende ist auch ein Zeichen dafür, wie sehr unser Engagement in Deutschland auch im Ausland gesehen und gewürdigt wird“, sagte Enno Aufderheide, Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung. „Die Spende zeigt zudem, wie sich die amerikanische Zivilgesellschaft engagiert und weiterhin internationale Verantwortung und Solidarität lebt“, so Aufderheide.

Die Andrew W. Mellon Foundation mit Sitz in New York unterstützt Projekte und Einrichtungen auf dem Gebiet der Kunst sowie der Geisteswissenschaften und geisteswissenschaftlich orientierten Sozialwissenschaften.

Die Philipp Schwartz-Initiative wird durch das Auswärtige Amt finanziert und durch private Zuwendungen ergänzt. Bisher haben die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die Fritz Thyssen Stiftung, die Gerda Henkel Stiftung, die Klaus Tschira Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, der Stifterverband und die Stiftung Mercator die Initiative mit Mitteln in Höhe von insgesamt über zwei Millionen Euro unterstützt.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung kooperiert bei der Philipp Schwartz-Initiative mit auf dem Gebiet erfahrenen Partnerorganisationen wie dem Scholars at Risk Network, dem Scholar Rescue Fund des Institute of International Education sowie dem Council for At-Risk Academics.

Die Initiative ist nach dem Pathologen jüdischer Abstammung Philipp Schwartz benannt, der 1933 vor den Nationalsozialisten aus Deutschland fliehen musste und die „Notgemeinschaft deutscher Wissenschaftler im Ausland“ gründete.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 28.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 54 Nobelpreisträger.

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