„Prähistorische Konfliktforschung“ wird ein weiteres Jahr gefördert

Der LOEWE-Schwerpunkt „Prähistorische Konfliktforschung – Burgen der Bronzezeit zwischen Taunus und Karpaten“ kann seine Arbeit ein weiteres Jahr fortsetzen.

Der Forschungsverbund zwischen der Frankfurter Goethe-Universität und der Römisch-Germanischen Kommission des DAI unter Leitung von Prof. Dr. Rüdiger Krause und Prof. Dr. Svend Hansen erhält eine Auslauffinanzierung von rund 722.000 Euro. Die Abkürzung LOEWE steht für „Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“ der hessischen Landesregierung.

Mit dem Projekt soll Prähistorische Konfliktforschung als ein Forschungsfeld etabliert und insbesondere die Erforschung der bronzezeitlichen Burgen vorangebracht werden. Die exemplarischen Ausgrabungen des LOEWE-Schwerpunkts auf dem Bleibeskopf im Taunus und dem Sängersberg bei Bad Salzschlirf sowie in den bronze- und früheisenzeitlichen Burganlagen von Sânatana-de-Mureș sowie Teleac bei Alba Iulia haben die Kenntnis dieser Anlagen erheblich verbessert. Zahlreiche Pfeilspitzen an der Befestigungsmauer am Sängersberg sowie hunderte tönerne Schleudergeschossse in Sânatana-de-Mureș sind direkte Zeugnisse für Kampfhandlungen.

In der früheisenzeitlichen Burg von Teleac konnte in der geomagnetischen Messung ein über 600 m verbrannter Mauerabschnitt identifiziert werden.  Nach den Ergebnissen der Ausgrabung wurde die Mauer um etwa 920 v. Chr. zerstört.

Im vierten und letzten Jahr der Förderung können die Dissertationen, die zu Themen der bronzezeitlichen Burgenforschung im Entstehen sind, abgeschlossen werden. Auch die Ausgrabungen in Hessen und Rumänien können nun zur Publikation gebracht werden.

In der Reihe „Prähistorische Konfliktforschung“, die in den Universitätsforschungen zur Prähistorischen Archäologie erscheint, liegen bereits zwei Bände vor. Der jüngst erschienene Band versammelt die Beiträge der internationalen Konferenz „Bronzezeitliche Burgen zwischen Taunus und Karpaten“.

Weitere Infos: https://www.dainst.org/-/-prahistorische-konfliktforschung-wird-ein-weiteres-jahr-gefordert?redirect=%2Fdai%2Fmeldungen