25 Jahre UNESCO-Welterbe Bamberg

Präsidentin der UNESCO-Kommission betont „UNESCO-Welterbe baut Brücken in die Zukunft.“

(Foto: CC BY-SA 4.0)

Vor 25 Jahren – am 11. Dezember 1993 – hat das UNESCO-Welterbekomitee im kolumbianischen Cartagena die Altstadt von Bamberg in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Das feiern heute 2.000 Gäste im Rahmen eines Jubiläumsfestakts in der Konzert- und Kongresshalle Bamberg.

Die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Prof. Dr. Maria Böhmer erklärt aus diesem Anlass in ihrer Festrede: „UNESCO-Welterbestätten sind nicht nur Zeugnis einzigartigen Schaffens und herausragender Errungenschaften der Vergangenheit. Sie tragen auch dazu bei, Brücken in die Zukunft zu bauen, Gemeinsamkeiten aufzuzeigen und Identität und Stabilität zu vermitteln. Das UNESCO-Welterbe ist die geistige Heimat von Menschen weltweit. Es ist der Kitt für ihre Identität, ihr Zusammenleben und ihre kulturelle Vielfalt. Das zeigt auch das Welterbe Bamberg in besonders eindrucksvoller Weise.“

Das im Norden Bayerns gelegene Bamberg war fast tausend Jahre das Zentrum kaiserlicher und erzbischöflicher Macht. Die Architektur des Hochmittelalters und der Stil des Barocks prägen das einzigartige und hervorragend erhaltene städtebauliche Kunstwerk. Der historische Stadtkern besteht aus 1.300 Einzeldenkmälern aus dem 11. bis 18. Jahrhundert. Architekturgeschichtliche Momente, die in ganz Europa wirkten, sind hier noch heute lebendig.

„Mit ihrem großen Bestand an authentisch erhaltenen Denkmälern bewahrt die Altstadt von Bamberg bis heute eine einzigartige 1.000-jährige Stadt- und Architekturgeschichte. Sie ist ein Spiegel des Könnens und der Innovationskraft, des Hoffens und auch des Leidens von Menschen, die in Jahrhunderten das Leben der Bamberger Stadtgesellschaft geprägt haben“, so Böhmer. Der Erhalt der Altstadt von Bamberg gelinge besonders gut, weil alle mitwirkten – Akteure aus dem kommunalen Bereich, aus der Wirtschaft, aus dem Bildungssektor ebenso wie aus der Zivilgesellschaft. Böhmer betont: „Mein besonderer Dank gilt deshalb allen, die seit einem Vierteljahrhundert nachhaltig für den Erfolg und den Erhalt der Welterbestätte Bamberg arbeiten!“

Auch bei der Vermittlung der Welterbeidee ist Bamberg Vorreiter. Das Zentrum Welterbe Bamberg setzt hier wichtige Impulse. Fortbildungen für Lehrkräfte, öffentliche Veranstaltungen und Publikationen machen das Welterbe zu einem wichtigen Teil des gesellschaftlichen Lebens in Bamberg.

Hintergrundinformationen

Auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen derzeit 1.092 Kultur- und Naturstätten in 167 Ländern. Deutschland verzeichnet 44 Welterbestätten. Kriterien für die Anerkennung als UNESCO-Welterbe sind unter anderem der außergewöhnliche universelle Wert der Stätte und ein Managementplan, der die Erhaltung des Erbes für aktuelle und zukünftige Generationen sicherstellt. Mit der Einschreibung in die Welterbeliste verpflichten sich die Vertragsstaaten, die Welterbestätten auf ihrem jeweiligen Staatsgebiet zu schützen und ihren Wert der Gesellschaft zu vermitteln.

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Pressekontakt
Deutsche UNESCO-Kommission
Pressesprecherin
Katja Römer
roemer@unesco.de