PRESSEMITTEILUNG DES ifa-INSTITUTS, 31.01.2018

#Kulturen

„Jenseits von Schwarz-Weiß“ – Jahresthema ifa 2018

Stuttgart/Berlin, 31.01.2018 – Unter dem Motto „Jenseits von Schwarz-Weiß“ wird das ifa (Institut für Auslands­bezie­hungen) 2018 – vor dem Hintergrund soziopolitischer Entwicklungen in Deutschland, Europa und weltweit – Schwarz-Weiß-Denken als soziales Phänomen und politische Stra­tegie untersuchen. Es will erörtern, warum die Welt offenbar von immer mehr Menschen in binäre Kategorien wie vertraut/fremd, falsch/richtig oder gut/böse eingeteilt wird, welche Ursachen und welche Konsequenzen dies hat. Zivilgesellschaftliche Alternativen zu dieser Polarisierung sollen dabei im Fokus stehen. Auf diese Weise will das ifa auch im neuen Jahr international zur Stärkung der Zivilgesellschaften und zu einem produktiven Kunst- und Kulturaustausch in Theorie und Praxis bemühen.

Der ifa-Generalsekretär Ronald Grätz verdeutlicht dieses Anliegen: „Wir wollen Menschen irritieren, zum Nachdenken bringen und einladen, die eigenen Vorurteile als solche zu erkennen und zu überdenken. Das ifa versteht sich dabei als Akteur der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, der sich nicht parteipolitischen oder konfessionellen Positionen, sondern den Werten der Menschenrechte und einer globalen Verantwortung verpflichtet fühlt.“

Angesichts beunruhigender Nachrichten von Konflikten in aller Welt betont Ronald Grätz: „Wir dürfen nicht in politische Verzweiflung verfallen, denn wir sind jetzt dafür verant­wort­lich, was in der Zukunft geschieht. Zur Gestaltung dieser Zukunft wollen wir mit unserem neuen Jahresthema ‚Jenseits von Schwarz-Weiß‘ beitragen.“
Die ersten Projekte und Veranstaltungen zu „Jenseits von Schwarz-Weiß“ sind bereits in Planung und werden sukzessive unter www.ifa.de veröffentlicht.

Erstmals hat sich das ifa in seinem Jubiläumsjahr 2017 ein Jahresthema gegeben. „Kultu­ren des Wir“ wurde in Konferenzen, Workshops und Publikationen erörtert. „‚Kulturen des Wir‘ hat eindeutig eine Saite zum Schwingen gebracht“, resümiert der ifa-Generalsekretär. „Der produktive, teils leidenschaftliche Diskurs mit Vordenkerinnen und Vorden-kern wie Chandran Nair, Cees J. Hamelink, L. H. M. Ling, Shahid Nadeem, Banu Karaca und anderen hat zu überraschenden, wichtigen Ergebnissen geführt, nicht zuletzt hin­sichtlich der markanten außereuropäischen Perspektiven – ein Lernprozess für uns alle.“

Auch insgesamt zieht Deutschlands älteste Mittlerorganisation für auswärtige Kultur­bezie­hun­gen eine positive Bilanz ihres Jubiläumsjahres. Ob der offizielle Festakt im Stutt­garter Neuen Schloss, der Goldene Löwe für den Deutschen Pavillon auf der 57. Biennale di Venezia, die Verleihung des Theodor-Wanner-Preises an Königin Silvia von Schweden in Berlin oder der medienwirksame Launch der innovativen Tourneeausstellung „Pure Gold“ in Hamburg – 2017 konnte das Institut zahlreiche Erfolge verbuchen.

Generalsekretär Ronald Grätz kommentiert: „Das ganze ifa-Team ist sehr stolz auf diese Höhepunkte im 100. Jahr unseres Bestehens, wie auch auf das überaus positive Feed­back aus dem In- und Ausland anlässlich unseres Jubiläums. Dieses Feedback hat zudem gezeigt, welche Bedeutung Kunst- und Kulturaustausch im Jahr 2017 hat. Es ist großartig, dass wir im Laufe dieses Jahres auch verstärkt unsere Arbeit im Inland zeigen konnten – und das nicht nur an unseren Standorten in Stuttgart und Berlin, sondern in ganz Deutschland.“

Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)
Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) ist die älteste deutsche Mittlerorganisation und feierte 2017 sein 100-jähriges Bestehen. Es engagiert sich weltweit für ein friedliches und bereicherndes Zusammenleben von Menschen und Kulturen. Seine Programme verfolgen fünf Kernthemen: Kunst- & Kulturaustausch, Dialog der Zivilgesellschaften, Flucht & Migration, Kultur & Konflikt und Europa.
Das ifa fördert den Kunst- und Kulturaustausch in Ausstellungs-, Dialog- und Konferenz­programmen und agiert als Kompetenzzentrum der Auswärtigen Kultur- und Bildungs­politik. Es ist weltweit vernetzt und setzt auf langfristige, partnerschaftliche Zusammen­arbeit.
Das ifa wird gefördert vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart. www.ifa.de

Pressekontakt
Für Fragen, Materialwünsche sowie Interviewtermine mit Ronald Grätz können Sie sich gern wenden an:
Miriam Kahrmann, Leitung Stabsbereich Kommunikation, ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), Tel. 0711.2225.105, presse@ifa.de